Geselle trifft Gazelle

Zum sechsten Mal ging es nach Ruanda – abwechslungsreich, lehrreich und erfolgreich!

Mit bleibenden Eindrücken und tollen neuen Erfahrungen im Gepäck sind sieben junge Maler/in aus ganz Deutschland wieder aus Ruanda heimgekehrt.

Sie haben zehn Tage lang im Landesinneren gemeinsam mit ruandischen Berufsschüler/innen Krankensäle und Klassenräume für körperbehinderte Kinder neu gestrichen. Und auch in diesem Jahr war wieder ein besonderer Auftritt im Programm: das Painting Black & White-Ballett, das mit einem einfachen und visuellen Kleidereffekten die ruandischen Schulkinder verzaubert hat.

 

„Geselle trifft Gazelle“ heißt das Sozial- und Bildungsprojekt, mit dem der Fachverband Farbe Gestaltung Bautenschutz Rheinland-Pfalz schon seit 2013 ihre besten Malergesellen und -Gesellinnen – bisher insgesamt mehr als 40 junge Männer und Frauen – ins rheinland-pfälzische Partnerland schickt. „Das ist eine einzigartige, persönlichkeitsbildende Erfahrung“, beschreibt Geschäftsführer Norbert de Wolf das Projekt. Er selbst und Heiko Herzog, Vorsitzender von „Geselle trifft Gazelle e.V.“, haben die jungen Handwerker auch diesmal auf ihrer Reise begleitet.

 

Neben den Gesellen Fabian, Justin, Niklas, Ricardo und Marvin waren wieder zwei Mitglieder des Maler Nationalteam dabei: Ferdinand Weipert und Marcin Pedowski. Um auch hierzulande längst vergessene Herstellungsprozesse und Materialien wieder zu entdecken und einzusetzen wurden alle Gesellen fachtechnisch von Malermeister Heiko Herzog und seiner Projektassistentin Susanne Hausner unterstützt. Weitere Unterstützung im Bereich Multi Media und Gesundheit kamen von Hanna Herzog und Birgit Preuße.
„Das mehrfach ausgezeichnete Projekt „Geselle trifft Gazelle“ gibt nämlich nicht nur dem Image des Malerberufs einen neuen Anstrich“, erklärt de Wolf. „Wenn alle zusammenarbeiten, kann jeder was vom Anderen lernen“, ergänzt Projekt-Vorsitzender Herzog. „Wir arbeiten auf Augenhöhe zusammen.“

 

Im Zentrum Gatagara leben und lernen rund 300 körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, die teilweise im angeschlossenen Krankenhaus behandelt werden. Zusammen mit 15 jungen Berufsschüler/innen von der nahegelegenen Nyanza Technical School packten die Gesellen/innen diesmal Farbe und Pinsel an, um Klassenräume und Krankensäle in Gatagara und in der benachbarten Grundschule Muyanje zu gestalten. Für die ruandischen Berufs-Schüler/innen war die Zusammenarbeit mit den Gesellen ein nachhaltiger Einsatz: für sie war es schon die zweite praktische Erfahrung! Dies wurde auch mit einer Urkunde bekräftigt die auf dem Arbeitsmarkt schon einiges wert ist.

 

Die Gesellen lernten aber nicht nur bei der Arbeit eine fremde gesellschaftliche und soziale Welt kennen. Sie entdeckten auch viele Schönheiten im afrikanischen Partnerland: den großen Markt in Kigali, die Natur im Akagera Park und der immer wieder beeindruckende Besuch im Genozide Memorial Center.
Über die unterschiedlichen Erlebnisse und Erfahrungen werden sich die Malergesellen noch einmal mit den Teilnehmern früherer Reisen austauschen, und zwar am großen Ruanda-Tag am 25. August 2018 in Rheinland –Pfalz.

 

Das vorbildliche Projekt „Geselle trifft Gazelle“ wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Dr.-Murjahn-Förderpreis und dem Hermann-Schmidt-Preis für innovative Berufsbildung. Für die Maler und Malerinnen ist die Teilnahme am Projekt selbst eine Auszeichnung. Zahlreiche Partner und Sponsoren aus der Industrie und aus Innungen (Malereinkaufsgenossenschaft Südwest, Caparol, Signal Iduna, Farben Lacke Schmidt, IKK Südwest, Hawo- Farben, Engel & Jung, die Innungen Birkenfeld, Mainz-Bingen und Hannover und der Bundesverband Farbe) finanzieren die Reisen oder übernehmen Patenschaften für einzelne Gesellen/innen.

 

Für weitere Rückfragen:
Fachverband Farbe Gestaltung Bautenschutz Rheinland-Pfalz
Geschäftsführer Norbert de Wolf
Göttelmannstraße 13b
55130 Mainz
Tel. +49 6131 5700917
E-Mail: info@farbe-rlp.de

bei der Arbeit
Black-White-Ballet
grüne Hände
Gruppe vor dem Haus